Heilmassage

Wirkungsweisen

Die Wirkungsweisen von Massagen sind umfassend. Von Muskelentspannung und Schmerzlinderung bis hin zu verbesserter Geweberegeneration und beschleunigten Heilungsprozessen.

 

Warum wirkt Heilmassage schmerzlindernd?

Berührung nimmt Schmerz durch „Gate Control“. Man hat herausgefunden, dass ein Berührungsreiz einen Schmerzreiz überlagern und das „Schmerztor“ für eine gewisse Zeit schließen kann. Gut zu erkennen, z.B. wenn wir uns verletzt haben. Instinktiv wandern unsere Hände zur schmerzenden Stelle und halten oder reiben sie.

 

Wussten Sie eigentlich, dass …

Massage regelrecht tiefenwirksam ist und eine Kette positiver Selbstregulationsmechanismen auslöst?

Massage nicht nur Verspannungen, Verklebungen oder Blockaden beseitigt, sondern auch Fernwirkung auf Organe, Blutgefäße und Stoffwechsel hat? Das geschieht neuroreflektorisch, d.h. über Nerven und Reflexbögen.

Massage Ihre Muskeln stark durchblutet, entspannt und entmüdet und auch Geweberegeneration fördert? Sauerstoff, heilungsfördernde Botenstoffe und Interferone gelangen schneller ins behandelte Gebiet und beschleunigen den Heilungsprozess von Läsionen.

Ihr Körper während einer Massage eine Art Stress Release erfährt, der sich überaus positiv auf Ihr Immunsystem, das gesamte vegetative Nervensystem und die Psyche auswirkt?

 

Unterschied Heilmassage – Klassische Massage

 

Grundsätzlich liegt der Unterschied in Gesetzestext, Ausbildungsniveau und den damit verbundenen Befugnissen. Freiberufliche Heilmasseure haben die umfangreichste Ausbildung unseres Berufsstandes. Sie sind daher befugt, eigenverantwortlich Massagen zu Heilzwecken (Heilmassagen) nach ärztlicher Anordnung durchzuführen. Gewerbliche Masseure üben Massagen ausschließlich am gesunden Menschen aus (Klassische Massagen). Wie können Sie nun feststellen, über welche Befugnisse Ihr Masseur verfügt?

 

Indikationen Heilmassage

Hier finden Sie einen Überblick der primären Anwendungsbereiche von Heilmassagen und in welchen Fällen Massage als begleitende Maßnahme zu der Behandlung Ihres Arztes zusätzliche Hilfestellung leisten kann.

 

  •  Rückenschmerzen
  •  Verspannungen
  •  Hexenschuss, „Kreuzschmerzen“, Ischias (Lumbago, Lumbalsyndrom, Ischialgie, Lumboischialgie)
  •  Bandscheibenvorfälle, die gemeinsam mit Ihrem Arzt konservativ behandelt werden sollen
  •  Nackenschmerzen (Zervikalsyndrom, HWS–Syndrom, Zervikalneuralgie)
  •  Kopfschmerzen – Spannungskopfschmerzen
  •  Zervikaler Schwindel
  •  Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule (Überbelastung – „sitzender Beruf“, Blockade oder entzündliche Prozesse der kleinen Wirbelgelenke oder Zwischenrippengelenke)
  •  „Steifheitsgefühl“ und Schmerzen in Nacken, Brustwirbelsäule, Lendenwirbelsäule. Gründe dafür können vielfältig sein: z.B. Arthrosen, Gelenksblockaden, chronische Verspannung der Muskulatur, Faszienverklebungen u.v.m.
  •  Folgen psychosomatischer Stressbelastung
  •  Chronisch entzündliche Prozesse der Gelenke, Muskulatur oder des Bindegewebes
  •  Muskelverspannungen durch schmerzhafte arthrotische Veränderungen der Wirbelsäule oder der Bandscheiben (Abnützung)

 

Gelenksschmerzen

 
  • Schmerzen im Schultergelenk
  • Muskuläre Dysbalancen
  •  Muskelverspannungen durch schmerzhafte Schultergelenksarthrose (Abnützung)
  •  Schmerzen beim Heben oder Drehen des Armes (Impingementsyndrom)
  •  Steifheit, Bewegungseinschränkung
  •  Folgen von Verletzungen im Bereich der Rotatorenmanschette
  •  Bicepssehneneinriss
  •  Überbeanspruchungserscheinungen und Verletzungsfolgen
  •  Frozen Shoulder
  •  Ausstrahlungsschmerzen ausgehend von der Halswirbelsäule
  •  Entzündliche Prozesse, Schleimbeutelentzündungen (Bursitis subacromialis)
  •  Verkalkungen
  •  
  • Schmerzen im Ellenbogengelenk
  • Tennisellenbogen und Golferellenbogen (Epikondylitis radialis und ulnaris)
  •  Muskelverspannungen durch schmerzhafte Ellenbogengelenksarthrose (Abnützung)
  •  Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis
  •  „Mausarm“ (Repetitive Strain Injury – Syndrom. Folgen von jahrelanger gleichförmiger Tätigkeit)
  •  Schleimbeutelentzündungen
  •  
  • Schmerzen in den Fingergelenken
  • Abnützung (Arthrose)
  • Entzündliche Prozesse
  •  
  • Schmerzen im Hüftgelenk oder in der Leiste
  • Muskelverspannungen durch schmerzhafte Hüftgelenksarthrose (Abnützung)
  •  Schleimbeutelentzündung (Bursitis trochanterica)
  •  Sehnenansatzreizungen
  •  Sehnenansatzreizung des Hüftdrehers (Piriformissyndrom), Hauptschmerz im Gesäß
  •  Impingementsyndrom des Hüftgelenks, Leistenschmerzen
  •  Leistenschmerzen durch Beckenschiefstand
  •  
  • Schmerzen im Kniegelenk
  • Muskelverspannungen durch schmerzhafte Kniegelenksarthrose (Abnützung) und andere entzündliche Prozesse
  •  Schmerzen im Kniegelenk oder in der Kniescheibe durch muskuläre Dysbalancen
  •  Sehnenansatzreizungen
  •  Verletzungsfolgen
  •  Schmerzen im Kniegelenk durch funktionellen Beckenschiefstand
  •  
  • Achillessehnenbeschwerden (Achillodynie)
  • Postoperative Nachbehandlung
  • Migräne
  • Prävention und Vorsorge

 

Kostenersatz

 

Der Kostenersatz für Heilmassagen ist sehr gering und von der jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse abhängig. Voraussetzung für den Kostenersatz einer Heilmassage ist die Verschreibung durch Ihren Arzt. Bitte erkundigen Sie sich bezüglich Vorgangsweise, Bewilligung und Höhe bei Ihrer Pflichtkrankenkasse. Private Krankenzusatzversicherungen übernehmen je nach Leistungsspektrum zwischen 80 und 100 % Ihrer Massagekosten.